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Kleintierpraxis Ingo Lühr
praktischer Tierarzt in Gummersbach - Zentrum
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► Wie oft muss denn nun die Tollwut geimpft werden, jährlich, alle zwei oder alle 3 Jahre?
► Wie oft sollte man entwurmen? Und warum? Ich sehe keine Würmer im Kot!
► Kann ich Entwurmungen auch in der Apotheke kaufen?
► Schaden Zeckenmittel dem Hund, mir oder meinen Kindern?
► Was muss ich bei Reisen innerhalb der EU beachten?
► Wann braucht man eine Sachkunde für die Hundehaltung?
► Was passiert beim "Chippen" und was ist der Chip eigentlich?
► Analdrüse - entleeren (lassen) oder nicht?
► Mein Hund hat etwas Zahnstein - ist das ein Problem?
►Mein Hund haart sehr stark, oder das Fell ist fettig und stumpf, ist das noch normal?
► Wie reinigt man Ohren richtig?
► Woran erkenne ich schleichende Krankheiten?
► Mein Hund hat Übergewicht - wie bekomme ich das am besten in den Griff?
► Warum sind Tierarzt - Futter nicht frei verkäuflich?
► Futterwechsel - wie am besten? Und was füttern?
► Autofahren üben - wie am Besten?
► Mit Hunden Joggen / Radfahren / Wandern?
► Woher sollte man einen Hund kaufen?
► Brauche ich wirklich eine Hundeschule?
► Wie denkt ein Hund eigentlich?
► Wie erreiche ich ein optimales Verhältnis zu meinem Hund?
►Was kann ich zu Sylvester oder vor Autofahrten und Flügen zur Beruhigung machen?
►Mein Hund bleibt nicht gut alleine, zerstört Einrichtung oder bellt, was kann ich tun?
►Mein Hund kommt mit dem Hinterteil nicht gut hoch oder geht schwerfällig / humpelt, was ist los?
► Mein Hund frißt schlecht, ist mäkelig mit dem Essen, woran kann das liegen?
► Muss ich meinen Hund impfen lassen? Manche sagen, das wäre nicht mehr nötig oder es schade mehr, als dass es nutze! Ja, unbedingt sollten Hunde geimpft werden. Nur durch flächendeckende Impfungen und einer Impfabdeckung (sog. Durchimpfungsgrad) von ca. 80% aller Hunde in Deutschland ist es überhaupt gelungen, die meisten Krankheiten in den Griff zu bekommen und aus Europa zu verdrängen (z.B. Staupe, Hepatitis). Durch offene Grenzen und den regen Reiseverkehr mit Ländern, in denen kaum geimpft wird, kämen alle Krankheiten umgehend zurück, würden wir aufhören zu Impfen. Darüber hinaus ist die Tollwutinfektion trotz modernster Medizin eine definitiv tödliche Krankheit für den Menschen, vor der er sich schützen sollte.
► Wie oft muss denn nun die Tollwut geimpft werden, jährlich, alle zwei oder alle 3 Jahre? Gegen die Tollwut (und NUR gegen die Tollwut!) KANN mit neu dafür zugelassenen Impfstoffen im Abstand von bis zu drei Jahren geimpft werden, wenn der Impfstoff dafür getestet wurde. Reisen in Nicht-EU-Länder sind dann ab dem 12. Monat nicht möglich. Alle anderen Impfungen (Staupe, Hepatitis, Zwingerhusten, Leptospiriose, Parvovirose etc.) sind weiterhin jährlich zu impfen! Darüber hinaus ist es erforderlich, will man dem Gesetz genügen, einen Nachweis mit sich zu führen, daß der Tollwut-Impfstoff ein für den verlängerten Intervall zugelassener Impfstoff ist. Grund der Änderung des Impfintervalls sind die gesunkenen Anforderungen im Rahmen der EU-Angleichungen, die wir an die Immunität stellen, nicht etwa neue "Langzeitimpfstoffe", die Impfstoffe sind unverändert! Untersuchungen haben darüber hinaus ergeben, dass der Impfschutz im 3 Jahr deutlich absinkt! Da der kostenmäßige Anteil der Tollwut an der Gesamtimpfung eher gering ist (wenige Euro!), die Impfung in der Regel sehr gut vertragen wird und bei jährlicher Impfung ein deutlich höherer Antikörperspiegel gegen die Tollwut erreicht wird, ist von dem vollen Ausnutzen der Frist aus tierärztlicher Sicht eher abzuraten. Zumal die anderen Impfungen weiterhin jährlich erforderlich sind! Zum Thema Hundeimpfungen können Sie auch unser Infoblatt Hundeimpfungen lesen.
► Wie oft sollte man entwurmen? Und warum? Ich sehe keine Würmer im Kot! Jeder erwachsene Hund sollte mindestens 4 mal im Jahr, also quartalsmäßig entwurmt werden. Ein jährliche Entwurmung zusammen mit der Impfung ist definitiv zu wenig. Eine Entwurmung ist immer nur rückwirkend, also vor Neubefall nicht schützend, wenige Tage nach der Entwurmung infiziert sich Ihr Hund neu durch Kotschnuppern, -fressen und auch einfach über den Spaziergang, weil viele Wurmarten in der Lage sind, durch die Haut der Ballen in ihren Hund einzudringen. (perkutane Infektion) Bei Hundekontakt mit gefährdeten Menschen (Kleinkinder (!!!), ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem) ist der Entwurmungsintervall erheblich zu verkürzen von 12 Wochen auf 8 oder sogar 4 Wochen! Die Wurmeiner sind mikroskopisch klein und selbst extrem verwurmte Tiere haben einen optisch normalen Kot, deswegen ist das Aussehen des Kots keinesfalls aussagekräftig, ob ein Wurmbefall vorliegen könnte! Hier finden sie eine sehr informative Internet-Seite zu dem Thema: ESCCAP Wichtiger Hinweis: Immer mit einem kombiniertem Rundwurm- und Bandwurmmittel entwurmen, welches nur beim Tierarzt erhältlich ist, da dieses zwangsläufig verschreibungspflichtig ist! Zu diesem Thema könne sie sich auch das Infoblatt "Entwurmung von Hund und Katze" durchlesen
► Kann ich Entwurmungen auch in der Apotheke kaufen? Sie können ohne Rezept in manchen Apotheken Wurmkuren kaufen, die nur gegen Bandwürmer wirken, denn Bandwurmmittel sind aufgrund ihres Wirkstoffes "nur" apothekenpflichtig. Voll-Entwurmungen gegen Bandwürmer UND Rundwürmer (wie Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer u. A.) sind immer verschreibungspflichtige Medikamente und ohne Rezept in der Apotheke nicht erhältlich. Da die Rundwürmer aber 80 % des Wurmproblems ausmachen und genau diese Rundwürmer für den Menschen gefährlich werden können, ist eine rezeptfreie in der Apotheke erhältliche Entwurmung eine Entwurmung, die wirkungslos bleibt, bezogen auf das eigentliche Problem! Wenn Ihr Tier bei uns in Behandlung ist, dürfen wir Ihnen auch ein verschreibungspflichtiges Wurmmittel gegen Rundwürmer und Bandwürmer abgeben - ohne zusätzliche Rezeptgebühr und natürlich mit unserer fachkundigen Beratung - das gehört zu unserem Service!
► Schaden Zeckenmittel dem Hund, mir oder meinen Kindern? Kurz gesagt: Nein! Die von uns abgegebenen Zeckenmittel und Flohmittel sind nur mit Wirkstoffen ausgestattet, die für das zu behandelnde Tier und den Menschen ungefährlich sind, wenn sie nach beiliegender Anleitung angewendet werden. Lediglich Fische und Bienen wären beim direkten Kontakt gefährdet, da sie einen gänzlich anderen Stoffwechsel als Säugetiere haben. Allerdings ist es sehr wichtig, darauf zu achten, der Katze kein Zeckenmittel, dass nur für Hunde geeignet ist, zu geben, bitte im Zweifel genau die Packung studieren oder mit uns Rücksprache halten! Hunde hingegen vertragen die Katzenpräparate - allerdings passt die Dosierung dann nicht und es wird sich keine nennenswerte Wirkung einstellen!
► Was muss ich bei Reisen innerhalb der EU beachten? Für Reisen innerhalb der EU gelten einheitliche Bedingungen mit zusätzlichen Einzelbestimmungen in einigen Fällen. Eine gültige, mind. 30 Tage alte Tollwutimpfung, der korrekt ausgefüllte blaue EU-Heimtierausweis (bei uns zu bekommen), und ein Chip als Kennzeichnung (bis 2011 ist eine lesbare Tätowierung noch zulässig) sind immer erforderlich. Darüber hinaus gibt es länderspezifische Besonderheiten ,die HIER nachzulesen sind. (z.B. für Italien: Maulkorb & Leine sind mit zu führen). Für Nicht-EU-Länder sowie für Skandinavien und Großbritannien gelten weitreichendere Richtlinien, die im Einzelfall zu bei uns zu erfragen sind. Wie stehen für alle erforderlichen Papiere jederzeit beratend und helfend zur Verfügung - sprechen Sie uns an!
► Wann braucht man eine Sachkunde für die Hundehaltung? Wenn Sie einen Hund halten, der in das "20/40 - Schema" (entweder über 20kg Gewicht und / oder über 40 cm Stockmaß) passt oder unter die Kategorie "gefährliche Hunde" im Landeshundegesetz fällt, brauchen Sie einen Sachkundenachweis, wenn Sie nicht innerhalb der letzten drei Jahre einen entsprechenden Hund auf sich angemeldet hatten. Das Landeshundegesetz NRW können Sie HIER nachlesen. Bei Fragen zum Ablauf der Sachkunde nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie gerne.
► Was passiert beim "Chippen" und was ist der Chip eigentlich?
Beim sog. "Chippen" wird ein reiskorngroßer Transponder (Chip) mit einer Kanüle unter die Haut im Bereich der linken Schulter gesetzt.
Dieser Chip sendet eine Nummer aus, wenn er von Außen mit dem Lesegerät mit einem ungefährlichen Magnetfeld versorgt wird. Diese Lesegeräte, die weltweit standardisiert sind, können die im Chip gespeicherte Nummer anzeigen.
Die Nummer des Chips ist ländercodiert und weltweit einmalig. Sie wird von uns gespeichert, im EU-Heimtierausweis vermerkt und von uns auch beim Haustierzentralregister TASSO registriert. So ist zum Einen eine genaue und weltweite Identifikation Ihres Tieres möglich, zum Anderen wird Ihr Tier, sollte es verloren gehen und aufgegriffen werden, zu Ihnen zurück vermittelt.
Der Chip wird vom Körper mit Bindegewebe eingeschlossen und bleibt völlig reaktionslos. Das Wandern des Chips in andere Bereiche ist extrem selten , darüber hinaus verwenden wir nur noch den modernsten Chip der Firma Virbac mit "Biotec"- Umhüllung, der vom Körper eingeschlossen wird und dann überhaupt nicht mehr wandern kann! Hier zeigt sich, dass > Chip nicht gleich Chip < ist, wir nehmen für Sie nur das beste Material!
Weitere Informationen zum von uns verwendeten Chip können Sie HIER nachlesen!
Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, bitte lesen Sie zu diesem Thema das eigene Infoblatt Kastration Hündin / Kastration Rüde.
► Analdrüse - entleeren (lassen) oder nicht?
Es ist sinnvoll, die Analdrüsen nicht zu voll werden zu lassen, damit sie sich nicht permanent entleeren und der Hund dadurch unangenehm riecht, zum Anderen kann eine zu volle Drüse zu sehr schmerzhaften Entzündungen neigen.
Das Entleeren kann in Eigenregie durchgeführt werden (gerne bekommen Sie eine Einweisung dazu durch uns) oder bei uns in der Praxis. Die Analdrüsen sitzen beim Hund auf der" 5 und 7 Uhr Position" bezogen auf den After und münden einige Millimeter weiter innen. Sie haben die Funktion, den Kot zu aromatisieren und ihn so für andere Hunde geruchlich zu kennzeichnen. Aus diesem Grunde ziehen Hunde auch bei Angst den Schwanz ein: Um eine Geruchsspur bei der Flucht zu verhindern, kneifen Hunde den Schwanz ein, wenn sie Angst haben- sie verdecken somit ihre Duftdrüsen und verschleiern ihre Spur.
Durch anatomisch leicht falsche Lage der Ausgänge oder zu weichen Kot, der nicht genügend Sekrete mit hinauspresst, füllen sich bei einigen Hunde die Drüsen immer mehr, bis das Sekret sehr eingedickt ist und nicht mehr von selber abfließen kann. Oft kommt es dann zu einer eitrigen Entzündung der Drüsen.
Aus diesen Gründen ist eine regelmäßige Entleerung durchaus sinnvoll, empfohlen wird ca. 4x im Jahr.
► Mein Hund hat etwas Zahnstein - ist das ein Problem?
Zahnstein ist immer pathologisch, das heißt, krankmachend!
Der Zahnstein des Hundes besteht aus Kristallen, Salzen und darin eingelagert massiv Bakterien. Jeder Zahnsteinbefall stellt somit eine permanente Bakterienquelle dar, diese Bakterien können alle Organe des Körpers befallen. In erster Linie sind die Mundschleimhaut und der Zahnhalteapparat betroffen. Es kommt mit der Zeit zu schweren Entzündungen der Mundschleimhaut und zum Rückgang des Zahnfleischs. An die dann freiliegenden Zahnhälse lagert sich neuer Belag an, der innerhalb kurzer Zeit zur Vereiterung des Zahnes, Wackeln und schließlich Verlust des Zahnes führt. Oft verlieren Hunde den Zahn nicht von alleine, sondern er wackelt monatelang vereitert im Maul herum und verursacht starke Schmerzen, die vom Besitzer oft als verändertes Verhalten (aggressiv, unruhig) oder durch schlechtes Fressen oder einseitiges Kauen bemerkt werden.
Darüber hinaus schädigen die im Zahnstein eingelagerten Bakterien viele Organe, in erster Linie das Herz.
An den Herzklappen bleiben die Bakterien hängen, siedeln sich an und führen zu einer Herzklappenentzündung. In Folge dessen kommt es zu einer Herzklappenverdickung mit Undichtigkeit der Herzklappe, als Konsequenz steht am Ende ein krankes Herz und eine deutlich kürzere Lebenserwartung.
Fazit: Zahnstein sollte als sehr ernstzunehmende Erkrankung angesehen werden und regelmäßig entfernt werden.
Wichtiger Hinweis:
Eine medizinisch korrekte Zahnreinigung, die lange Zeit vorhält, besteht IMMER aus einer Ultraschallreinigung UND einer anschließenden maschinellen Politur der Zähne. Ein bloßes Abkratzen des Zahnsteines oder eine Entfernung ohne Politur sind kontraproduktiv, in der Reinigungswirkung absolut unzureichend (keine Reinigung der Zahntaschen!), schädigen Zahn und Zahnschmelz und sind nicht der aktuelle Stand der Zahnmedizin. Wir verwenden zur Reinigung und Politur ausschließlich ein tiermedizinisches Ultraschallgerät und zur Politur eine moderne luftangetriebene Zahneinheit mit Polituraufsatz und Polierpaste!
►Mein Hund haart sehr stark, oder das Fell ist fettig und stumpf, ist das noch normal?
Je nach Rasse haaren Hunde zwei bis viermal im Jahr stark. Auch können Wetterumschwünge oder Hitzeperioden zusätzliche Fellwechsel hervorrufen.
Ein übermäßiges Haaren hingegen, besonders, wenn die Haut an mehreren Stellen sichtbar wird, ist nicht normal und könnte Ausdruck einer Erkrankung sein. Ebenso kennzeichnen Fell- und Hautveränderungen wie stumpfes, fettiges, schuppiges oder struppiges Fell ein tiefer liegendes medizinisches Problem, das untersucht werden sollte. >>> Das Fellkleid ist häufig Spiegelbild der körperlichen Verfassung! <<<
Da sich sehr verschiedene Diagnosen hinter schlechtem Fell verbergen können, ist ein Besuch beim Tierarzt sicherlich die beste Entscheidung. Die Bandbreite der möglichen Ursachen geht von ernährungsbedingten Fellproblemen über Parasiten auf oder in der Haut oder stärkeren Wurmbefall bis hin zu ernsten Stoffwechselerkrankungen oder Organschäden. Bitte suchen Sie bei einem Verdacht oder Unsicherheit bald Ihren Tierarzt auf!
Bei allen Hunden, bei denen starkes Haaren als normal bekannt ist, helfen hoch dosierte Nahrungsergänzungsmittel dabei, das Haaren zu reduzieren, besonders auf die Inhaltsstoffe Zink, Biotin, Vitamine E + B, Selen und mehrfach ungesättigte Ω - Fettsäuren ist dabei zu achten, wir beraten Sie dazu gerne und halten bewährte Präparate für Sie vorrätig.
► Wie reinigt man Ohren richtig?
Ohren sollten regelmäßig gereinigt werden, besonders bei Hunderassen mit starker Ohrbehaarung, Hängeohren oder bei Wasser liebenden Hunden. Durch die hängenden Ohren bildet sich eine feuchte und warme Kammer, in der Bakterien sich hervorragend vermehren können. Durch starke Behaarung einiger Rassen (besonders bei den kleinen Rassen) funktioniert die Selbstreinigung der Ohren nicht mehr richtig und es bilden sich regelrechte Ohrschmalzklumpen.
Eine richtige und gründliche Ohrreinigung besteht aus der korrekten Anwendung eines geeigneten Reinigers (>>> Wichtig: Nicht reizend <<<, fragen Sie uns - wir haben ein von uns getestetes hervorragendes Produkt immer vorrätig!) und NICHT in der Benutzung von Hausmittelchen, Ölen, Vaseline oder Q-Tips!!
Die korrekte Anwendung des Ohrreinigers:
Das Ohr mit der einen Hand straffen und die gesamte Zeit über festhalten, so ist auch der Kopf gut fixiert und der Hund schüttelt sich nicht zu früh. Kleiner Tipp für bessere Akzeptanz: Ohrreiniger kurz anwärmen! (Wasserbad, 10 Sekunden Mikrowelle o.Ä.)
Mit der anderen Hand den Ohrreiniger großzügig einfüllen bis der Flüssigkeitsspiegel sichtbar wird, dann kommt das Wichtigste:
Den Gehörgang mit dieser Hand (die andere hält noch das Ohr straff!) an der tiefsten fassbaren Stelle mind. 20 Sekunden massieren. Dabei mit Daumen und Zeigefinger den Gehörgang weiter oben verschließen (zudrücken) und mit den tiefer gelegenen Fingern rhythmisch Druck aufbauen, so kommt eine pulsierende Druckwelle bis zum Trommelfell und bewirkt eine gute Reinigung. Durch das anschließende Schütteln entledigt sich der Hund des Reinigers mit dem darin gelösten Ohrschmalz und Dreck.
Anschließend das Ohr auswischen mit einem weichen Lappen. (KEINE Q-Tips!!) Es ist erlaubt, den Lappen um den Finger zu wickeln und soweit in den Gehörgang zu gehen, wie der Finger kommt, das ist ungefährlich! Bitte aber nie Werkzeuge (Wattestäbchen, Q-Tips) dazu benutzen, um tiefer zu kommen. Mit dem umwickelten Finger kommen Sie nicht tiefer als bis zu dem typischen Knick im Gehörgang und können so das Trommelfell nicht verletzen.
Bei häufiger Verschmutzung trotz regelmäßiger Reinigung oder bei sehr starker Verschmutzung mit evtl. Rötungen des Ohres bitte den Tierarzt aufsuchen. Bei einem krümeligen Ohrinhalt bitte ebenfalls uns kontaktieren, kaffeesatzartiger krümeliger Ohrdreck weist häufig auf Ohrmilben hin.
► Woran erkenne ich schleichende Krankheiten?
Schleichende Krankheiten erkennt man leider oft erst spät, zu einem Zeitpunkt, an dem viele Chancen zur Behandlung schon vertan sind.
Deutlichste für Sie erkennbare Anhaltspunkte sind:
► verändertes Verhalten ► verändertes Fressen (erhöht oder auch weniger) ► verminderte Spaziergeh-Lust ► auffällige Empfindlichkeit an bestimmt Körperpartien ► gelegentliches Humpeln oder schlechtes Aufstehen ► erhöhte Trinkmengen ► Gewichtsverlust ohne Futterveränderung ► Fellveränderungen ► Mundgeruch
Gerade weil im Alltag diese Symptome und vor allem eine Verschlechterung dieser meist völlig untergehen, ist es empfehlenswert, dass ein Tierarzt einmal im Jahr den Hund gründlich untersucht von vorne bis hinten. Diese gründliche klinische Untersuchung ist eine Leistung, die bei uns bei jeder Impfung zum Umfang gehört.
Ältere Hunde ab 10 Jahre sollten am besten ein weiteres, zweites Mal im Jahr untersucht werden, bitte schildern Sie dann unbedingt alle Kleinigkeiten, die Ihnen in der letzten Zeit aufgefallen sind, dem Tierarzt, egal, wie unbedeutend sie Ihnen erscheinen mögen.
Alle 12-18 Monate sollte bei diesen älteren Tieren eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, da besonders die inneren Organe im Alter das Problem sein können (z.B. Leber, Niere, Schilddrüse) und ein rechtzeitiges Erkennen und Behandeln einer solchen Organkrankheit die Lebenserwartung deutlich steigern kann.
► mein Hund hat Übergewicht - wie bekomme ich das am besten in den Griff?
Übergewicht ist ein sehr häufiges Problem bei Hunden, ob nach Kastrationen, durch Futter-Überangebot, durch Krankheiten oder durch Mangel an Bewegung oder durch Kombinationen derer.
Eines muss man sich ganz klar vor Augen halten:
Im Gegensatz zu uns kann der Hund nicht "schwach werden" und an den Kühlschrank gehen! Er kann nur das fressen, was wir Ihm geben! Also haben wir es in der Hand, und zwar alleinverantwortlich!
Als Faustregel bei Übergewicht gilt, wenn man es abbauen möchte:
► Jedes (!!!) Leckerchen zwischendurch KOMPLETT weglassen, keine Ausnahmen, diese verleiten nämlich zum Betteln und reißen früher oder später auch wieder ein.
► Die übliche tägliche Futtermenge erst ermitteln (wiegen, messen) und dann um ca. 25% reduzieren.
► Hund anfangs wiegen, dann eine kleine Tabelle schreiben und wöchentlich wiegen.
► Geduld! Eine gesunde Gewichtsreduktion dauert mehrere Wochen anstatt von einigen Tagen.
Wenn das Übergewicht zu groß ist oder die Futtermenge nach der Reduzierung zu gering erscheint und der Hund dadurch kein Sättigungsgefühl mehr hat, sollte man zu einem energiereduzierten medizinischen Diätfutter greifen.
Damit hat der Hund trotz Diät eine ausreichende Sättigung und eine normale Magenfüllung! Die im freien Handel erhältlichen "Diät"futtermittel sind so gering reduziert, dass keine nennenswerte Gewichtsabnahme zu erwarten ist, bitte lassen Sie sich von uns zu dem Thema beraten!
Mit den im freien Handel erhältlichen sogenannten "Diätfuttern" oder "light-Futtern" werden Sie keinen nachhaltigen Erfolg erzielen können, warum, erfahren sie direkt im nächsten Artikel!
Und bitte niemals einen Hund auf Nulldiät setzen, schwere Leberschäden können die Folge sein!
► Warum sind Tierarzt - Futter nicht frei verkäuflich?
Medizinische Diäten / Futtermittel ("Diäten" sind nicht zwangsläufig nur zur Gewichtsabnahme) sind ausschließlich bei Tierärzten erhältlich, da eine zweckentfremdete Verfütterung großen Schaden anrichten kann.
Die medizinischen Futter sind im Gegensatz zu den freiverkäuflichen Futtern, die nur eine gewisse Tendenz in ihrer Zusammensetzung haben (mit aufgedruckten Angaben wie "für die Nieren", "energiereduziert" etc.) sehr stark reduziert in ihren Inhaltsstoffen und dürfen somit auf keinen Fall an gesunde oder anders erkrankte Tiere gegeben werden! Daher sind alle medizinischen Futter tierarztexklusiv, damit sichergestellt ist, dass sie nur bei korrekter Diagnosestellung und passend zu der richtigen Indikation mit einer fachkundigen Beratung abgegeben werden. Dieses kann der freie Handel, auch der Fachhandel, auf keinen Fall gewährleisten!
► Futterwechsel - wie am besten? Und was füttern?
Futterwechsel beim Hund sind immer problematisch, oft kommt es zu Durchfällen bei zu schnellem Umstieg. Idealerweise sollte man gar nicht wechseln, sondern immer das Gleiche geben. Dem Hund macht das, entgegen unserem Gefühl, rein gar nichts aus. Wenn ein Wechsel dennoch nötig ist, dann ist es sinnvoll, das alte und das neue Futter innerhalb von 2 Wochen schleichend zu wechseln, beide Futter in veränderlichen Anteilen mischen, bis man zu 100% beim neuen Futter angekommen ist. Zum sehr umfangreichen Thema "Ernährung" lesen Sie bitte das separate Infoblatt HIER
► Autofahren üben - wie am Besten?
Das Autofahren ist für viele Hunde eine anstrengende und belastende Situation, das muss aber nicht sein. Idealerweise sollten Welpen mit 4-5 Wochen beim Züchter schon an das Autofahren gewöhnt werden... allerdings geschieht dies leider nicht immer. Über eine Kombination aus Ablenkung, Gewöhnung und unmerklicher Beeinflussung (Pheromone) schafft man es dennoch, auch sehr schlechten Autofahrhunden zu helfen. Über gezielte Leckerchen im Auto (Pansen, Büffelhautknochen etc.) langsame Gewöhnung und den Einsatz von beruhigenden Pheromonen (siehe dazu hier), ist das Ziel, einen problemlosen Hund im Auto zu haben, erreichbar. Lassen Sie sich dazu im Einzelfall von uns beraten!
► Mit Hunden Joggen / Radfahren / Wandern?
Generell sind Hunde gute Begleiter bei allen Freizeitbeschäftigungen. Jedoch sollten bei der geplanten Belastung des Tieren einige wichtige Dinge beachtet werden, die Rasse mit ihren spezifischen Problemen, das Alter und nicht zuletzt die körperliche Verfassung sollten immer berücksichtigt werden.
So sind zum Beispiel die Labradore und Golden Retriever tolle Wassersporthunde, zum Joggen hingegen über längere Distanzen nicht geeignet - sie sind von der körperlichen Konstitution nicht für Dauerläufe über mehrere Kilometer gebaut. Das Gleiche gilt natürlich auch für die kleinen Rassen.
Grundsätzlich sollte kein Hund unter 12 Monaten Dauerbelastungen ausgesetzt werden. Bei den für Hüftgelenkserkrankungen ( sog. "HD") anfälligen Rassen sollte eine erhöhte Belastung nur nach röntgenologischer Untersuchung der Hüfte erfolgen, ab dem 12. Monat kann die Hüfte abschließend im Röntgenbild beurteilt werden.
Hunde am Fahrrad zu führen ist aufgrund der Verletzungsgefahr und der hohen Unfallgefahr grundsätzlich problematisch und nicht anzuraten, wenn es doch sein soll, dann sollte man unbedingt einen im Handel erhältlichen gefederten Abstandshalter verwenden.
► Woher sollte man einen Hund kaufen?
Hunde sollte man nie als Spontankäufe mitnehmen, auch wenn man sich schon länger mit dem Gedanken trägt, sich einen Hund zuzulegen. Idealerweise sollten Welpen bei einem Züchter gekauft werden, der einem Zuchtverband angehört, fragen Sie gezielt danach und schauen Sie im Internet nach. Darüber hinaus qualifizieren sich gute Züchter über eine kritische Auswahl der Käufer, über eine gute Sozialisation der Welpen (Autofahren, Stadtbesuche, Geräusche jedweder Art [Staubsauger, Rasenmäher etc.]) und über einen möglichst engen Familienanschluss der erwachsenen Hunde UND der Welpen.
Zwingerhunde sind schlecht sozialisiert und haben oft keine Erfahrungen mit der Umwelt.
Vorsicht bei Aussagen, der Impfpass / die Papiere seien noch nicht da o. Ä. und werden nachgeschickt - Sie werden sie höchstwahrscheinlich nie erhalten!!
Ein gut aufgewachsener Welpe ist mit 8 Wochen geimpft worden, sollte gechippt sein und darüber hinaus mehrmals entwurmt worden sein- erfragen Sie dies!
Wenn Sie gezielt nach einem älteren Tier suchen, gibt es auch da die Möglichkeit, über die Zuchtverbände zu gehen. Unter www.vdh.de sind alle deutschen Zuchtverbände aller Rassen zusammengeschlossen.
Tierheimhunde sind meist sehr liebe und dankbare Hunde, aber oftmals als Ersthund für Beginner nicht geeignet, da sie häufig einen erfahrenen Hundebesitzer brauchen.
Für eine Beratung, welche Rasse und welches Alter zu ihnen passen könnte, können Sie sich gerne an uns wenden , wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite - dies gehört zum Service unserer Praxis!
► Brauche ich wirklich eine Hundeschule?
Klare Antwort: Am Besten ja!!!
Im Praxisalltag merken wir an den Patienten i. d. R. sehr gut, welche Hunde eine Grunderziehung unter fachkundiger Anleitung genossen haben und welche leider nicht.
Trotz aller eigenen Bemühungen und trotz ausreichend Hundekontakt in der Nachbarschaft ist eine geordnete und gezielte Erziehung unter Anleitung einer Hundeschule immer noch das Beste für einen im Alltag möglichst problemlos zu handhabenden Hund. Auch für die Sozialisierung eines Welpen ist eine Hundeschulen-Welpengruppe das Beste und durch nichts zu ersetzen!
Wenn Sie eine Empfehlung für eine gute Hundeschule in Ihrer Nähe benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter... denn es gibt aufgrund mangelnder gesetzlicher Kontrolle sowohl sehr gute als auch sehr schlechte Hundeschulen.
Generell sollten Sie sich in der Hundeschule Ihrer Wahl wohl fühlen, es sollte eine gewisse Ordnung in der Übungseinheit herrschen und es solle in jedem Fall liebevoll mit den Hunden umgegangen werden, >> wo mit den Hunden herumgebrüllt wird, sind Sie definitiv falsch!
Zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen das umfangreiche Infoblatt "Ein Welpe kommt ins Haus" mit vielen Welpen- und Erziehungstipps, auch für ältere Hunde.
► Wie denkt ein Hund eigentlich?
Hunde sind einfach denkende Wesen, sie denken vor allem an Ihren Vorteil, auch wenn wir das manchmal nicht unbedingt wahr haben wollen. Natürlich schätzen unsere Hunde uns als Besitzer als ein höherrangiges Wesen, welches ihnen Gutes zukommen lässt, aber der Selbsterhaltungstrieb würde unsere Hunde im Extremfalle alle Bindungen über Bord werfen lassen.
Diese Eigenschaften machen es aber auch einfacher, unsere Hunde zu verstehen und zu erziehen.
Ein Hund lernt am besten durch POSITIVE Verstärkung, das heißt, ein Lob zur richtigen Zeit zählt 10x mehr als ein "Nein" oder eine Bestrafung. Durch Leckerchen und besonders intensive Nutzung einer lobenden Stimmlage kann fast jeder Hund zu dem gewünschten Verhalten gebracht werden. Körperliche Gewalt oder ständige, besonders eine laute Maßregelung (Nein, nein, AUS, PFUI...) führen vor allem zu einem permanenten Misstrauen dem Besitzer gegenüber und das wichtige Wort "Nein" wir so total entwertet, wenn es zu häufig gebraucht wird.
Oberste Grundregel jeder Hundeerziehung: Sie haben nur 2 Sekunden!!!!
Alles, was nach den 2 Sekunden passiert, ob Lob oder Tadel, kann der Hund nicht mehr mit seiner Aktion verknüpfen und wird es nicht verstehen - vor allem kann er es dann nicht in sein Verhalten umsetzen!!
Also sollte alles Lob bzw. Tadel sofort erfolgen oder eben gar nicht!
Zweite Regel: Hunde haben kein schlechtes Gewissen!!
Wenn ein Hund eine Demutsgeste oder Unterwürfigkeit zeigt (ein für uns "schlechtes Gewissen"), dann können Sie sich sicher sein, daß er es nur zeigt, um größeren Schaden von sich abzuwenden.
Er weiß instinktiv, daß die Bestrafung bei Zeigen dieser Gesten milder ausfällt!
Bei nächster sich bietender Gelegenheit würde der Hund die selbe "Tat" erneut begehen, denn der Erfolg, den er damit gehabt hat (z.B. das Brot erfolgreich vom Teller gemopst) hat ihn schon belohnt ! (Prinzip positive Verstärkung!!!). Wir dürfen dies aber unsere Hunden nicht übel nehmen!
Zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen das umfangreiche Infoblatt "Ein Welpe kommt ins Haus" mit vielen Welpen- und Erziehungstipps, auch für ältere Hunde.
► Wie erreiche ich ein optimales Verhältnis zu meinem Hund?
Ein optimales Verhältnis zwischen Mensch und Hund ist gekennzeichnet durch eine ganz klare Rangordnung!
Je strikter, klarer und deutlicher die Rangordnung ist, um so mehr wird der Hund uns verehren, achten, uns folgen und der Begleiter sein, den wir uns wünschen.
Das Schlechteste für einen Hund sind unklare Verhältnisse.
Ein Hund, der nicht weiß, wo er steht, was er noch darf und was nicht mehr, der ist permanent angespannt und unsicher oder sehr dominant und evtl. sogar aggressiv.
Ein "Gentlemen-Agreement" mit einem Hund, also eine "Ich-tu-Dir-nix, Du-tust-mir-nix" - Abmachung ist fatal und absolut keine gesunde Beziehung zwischen Mensch und Hund- gravierende Probleme sind vorprogrammiert!!
Die größten Fehler in der Rangordnung sind Gleichberechtigung in Alltagssituationen. Mensch und Tier auf einer Ebene wie z.B. Hund auf der Couch, im Bett, auf dem Tisch / Stuhl, das Füttern aus der Hand am Tisch, ständig im Mittelpunkt zu stehen, Hund geht zuerst durch die Tür, begrüßt Gäste zuerst usw.
Ganz besonders unverständlich für den Hund ist aber Inkonsequenz!!
Ein Hund hat absolut kein Verständnis dafür, wenn er eine Sache einmal darf (also straffrei bleibt) und einmal nicht und einen Rüffel für sein Verhalten kassiert.
Zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen das umfangreiche Infoblatt "Ein Welpe kommt ins Haus" mit vielen Welpen- und Erziehungstipps, auch für ältere Hunde.
Wenn Sie hier einige Anhaltspunke bei sich erkennen und dies ändern möchten, empfehlen wir Ihnen fachmännischen Rat durch eine Hundeschule, auch unser Praxisteam wird sich bemühen, Ihnen gute Ratschläge geben, bitte wenden Sie sich an uns, wir helfen gerne!
►Was kann ich zu Sylvester oder vor Autofahrten und Flügen zur Beruhigung machen?
Zu besonderen Anlässen, bei denen Ihr Hund sehr aufgeregt ist oder große Angst hat wie z.B. zu Sylvester, halten wir Präparate für Sie vorrätig, die Ihren Hund sicher beruhigen. Bei häufig wiederkehrenden Situationen, die Probleme bereiten (z.B. Autofahrten) ist jedoch ein gezieltes Training die bessere Alternative, wir beraten Sie dazu gerne.
Darüber hinaus gibt es neue wissenschaftliche Ansätze zur Hundeberuhigung (Pheromontherapie), die sich als sehr Erfolg versprechend herausgestellt haben, bitte sprechen Sie uns an! Informationen dazu gibt es auch HIER !
►Mein Hund bleibt nicht gut alleine, zerstört Einrichtung oder bellt, was kann ich tun?
Dieses Problem muss von mehreren Seiten aus angegangen werden, aber vorrangig sollte man weitere Beschädigungen vermeiden, indem man den Hund räumlich begrenzt.
Einsperren in ein Zimmer (Bad / Küche / Keller) ist da sicherlich nur zweite Wahl, besser ist es, eine Hundebox ( auch "Hundekennel" oder "Bench" (engl.) genannt) langsam anzutrainieren:
Diese Box sollte dann, wenn der Hund alleine bleiben muss, der Ort für Ihren Hund sein. Diese Box sollte zentral in der Wohnung stehen, immer offen stehen, wenn Sie Zuhause sind und dazu auch von Ihnen attraktiv gestaltet werden, das heißt, Futter und Wasser sollten ausschließlich in der Box angeboten werden, mit einer übergeworfenen Decke erhält die Box auch einen für Hunde angenehmen Höhlencharakter. Ein Beispiel für so eine Box sehen sie hier:
Der Einsatz einer solchen Box hat keinen "Einsperrcharakter", sondern stellt ein probates Mittel dar, Ihren Hund vor der Wohnung (gefährliche Fremdkörperaufnahme!!) und ihre Wohnung vor Ihrem Hund zu schützen. Wählen sie die Größe ausreichend und beginnen sie das Training der Box ganz langsam! Zu günstigen Bezugsquellen und dem erfolgreichen Training der Box helfen wir Ihnen gerne weiter.
Zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen das umfangreiche Infoblatt "Ein Welpe kommt ins Haus" mit vielen Welpen- und Erziehungstipps, auch für ältere Hunde.
Bellende Hunde in Abwesenheit erfordern ein anderes Training, hierbei sollten Sie auf Spezialmethoden zurückgreifen, aufgrund der möglichen Fehlerquellen aber am besten unter fachkundiger Anleitung. Spezielle Anti-Bell-Halsbänder (Wasser-/Duftsprühsysteme) und eine generelle Bestandsaufnahme der Situation durch einen Fachmann versprechen nachhaltigen Erfolg, bitte sprechen Sie uns an!
►Mein Hund kommt mit dem Hinterteil nicht gut hoch oder geht schwerfällig / humpelt, was ist los?
Wenn Sie diese Symptome über längere Zeit (mehrere Tage) beobachten, ist ein umgehender Besuch beim Tierarzt die einzig sinnvolle Option, denn meist verbirgt sich hinter oberflächlich weniger schwerwiegenden Problemen (leichtes Humpeln, schlechtes, mühseliges Aufstehen) eine behandlungswürdige Erkrankung, und Ihr Hund wird aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich mehr Schmerzen haben, als Sie es ihm ansehen!
► Mein Hund frißt schlecht, ist mäkelig mit dem Essen, woran kann das liegen?
Es gibt viele mögliche Gründe, warum ein Hund schlecht ißt. Manche Hunde tun dieses von Geburt an, dann ist es tatsächlich ein für diesen Hund normales Verhalten, welches keiner weiteren Behandlung bedarf. Allerdings sollte übermäßiges Animieren zum Essen und die Verwendung von Appetitmachern zum Essen (Leberwurst o. Ä.) vermieden werden. Kein gesunder Hund verhungert freiwillig, haben Sie etwas Geduld! (Durchaus ein, zwei Tage!!).
Wenn jedoch ein an sich guter Esser plötzlich mäkelig wird, weniger isst oder manche Kost vermeidet (z.B. hartes Essen), dann ist es sehr ratsam, dies als einen Hinweis zu verstehen, dass etwas nicht stimmt.
Häufig machen sich schwere Erkrankungen, besonders an den Zähnen oder dem Verdauungstrakt durch ein leicht verändertes Essverhalten bemerkbar. Eine gründliche allgemeine klinische Untersuchung bei uns in der Praxis kostet nicht die Welt und bringt Gewissheit!
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